Analecta musicologica Band 51

Giancarlo Rostirolla
La Cappella Giulia 1513–2013: Cinque secoli di musica sacra in San Pietro
Kassel usw.: Bärenreiter 2017; ISBN 9783761821374
 
Als eine der wichtigsten Institutionen der geistlichen Musik blickt die Cappella Giulia der Petersbasilika auf eine fünfhundertjährige Geschichte zurück, eine wechselvolle und faszinierende Geschichte, die Giancarlo Rostirolla anhand von Originaldokumenten aus der Bibliothek der Päpste und aus den Archiven des Kapitels von San Pietro in Vaticano authentisch und packend vor seinen Leserinnen und Lesern ausbreitet. In der Cappella Giulia, 1513 von Papst Julius II. gegründet, wirkten die bedeutendsten Repräsentanten der römischen Vokalpolyphonie, allen voran Giovanni Animuccia und Giovanni Pierluigi da Palestrina, Francesco Soriano, Virgilio Mazzocchi, Orazio Benevoli, Paolo Lorenzani und Pietro Bencini, aber auch Opernkomponisten wie Domenico Scarlatti, Niccolo Jommelli, Nicola Zingarelli, die Vertreter des italienischen Caecilianismus bis hin zu Armando Renzi und nicht zuletzt namhafte Organisten wie Girolamo Frescobaldi. International ausgewiesener Kenner der römischen Musiktraditionen und seit Jahrzehnten in den Kirchen- und Kapellarchiven, in den Bibliotheken und Musiksammlungen der Ewigen Stadt bewandert wie kaum ein anderer, würdigt Giancarlo Rostirolla in dieser ebenso umfassenden wie spannend zu lesenden Dokumentation die Cappella Giulia als Musikinstitution von außerordentlicher geschichtlicher Bedeutung und als Protagonistin eines halben Jahrtausends der Musica sacra.
2 Bde. 772 und 792 S. (sämtliche an der Cappella Giulia nachweisbare Musiker, Lebensläufe, Werklisten, Texte und Dokumente zur Kappellgeschichte), zahlreiche Illustrationen

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